EuroComRom – Kompaktkurs

 

 

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Der panromanische Wortschatz

Der panromanische Wortschatz ist die zweite wichtige Säule für die romanische Inter-komprehension. Jede nahverwandte Gruppe hat  ihre eigene Sprachgeschichte, die ver-mittelt, wie sich die Idiome der Gruppe allmählich von dem Ursprungsidiom (hier: das sogenannte Vulgärlatein ) emanzipiert haben.
In der romanischen Gruppe geht man davon aus, dass die regionale Vielfalt des sich mit der Expansion des Imperium Romanum verbrei-tenden Latein auf verschiedenen Faktoren beruht: beispielsweise auf dem Zeitpunkt der Kolonisierung (zwischen dem 2. Jh. v. Chr. und dem Ende des weströmischen Reichs im 5. Jh.), der Dauer des Kontakts mit der römischen Zivilisation, und der Beschaffenheit des Sprach-kontinuums im Kontakt mit autochthonen Sprachen. Das Nebeneinander von mehreren Sprachen zum Zeitpunkt der protoromanischen Phase, der Entstehungsphase der romanischen Sprachen (5-8.Jh.) und die Kontakte mit anderen Sprachen und Kulturen bis in die Gegenwart sind verantwortlich für die Herausbildung von Charakteristika der romanischen Einzelsprachen. Ein wesentlicher Faktor ist dabei die Tatsache, dass es Elemente (hier: Wörter)  gibt, die in allen romanischen Sprachen erhalten geblieben sind (panromanische), und solche, die durch Lehnelemente und Eigenschöpfungen ersetzt worden sind. Der Ausdruck "panromanisch" muss allerdings näher untersucht werden, da es nur sehr wenige Wörter sind, die wirklich in allen existierenden romanischen Sprachen vorkommen. Es gilt also, die Definition den lernökonomischen Bedürfnissen anzupassen.
Über die historischen Grundlagen der romanischen Interkomprehension informiert Band 10 der EuroComReihe: Horst G. Klein & Christina Reissner, EuroComRom: Historische Grundlagen der rom. Interkomprehension, Aachen [Shaker] 2002, ISBN 3-8322-0100-9.



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Panromanische Wortliste


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